Institut für Sinologie
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Magister

Ziel und Inhalte des Studiums:

Im Laufe des MA-Studiums werden umfassende Kenntnisse über das Fundmaterial aus China von den Anfängen bis zum 13. Jh. n. Chr. (Song-Dynastie), ein vertrauter und flüssiger Umgang mit archäologischer Literatur in chinesischer Sprache sowie Methoden, sich kritisch mit Fakten und Thesen auseinanderzusetzen, vermittelt. Ziel des Studiums ist es, dadurch Einsichten in die Entwicklung der chinesischen Kultur in allen ihren Phasen mit Hilfe der materiellen Kultur und der Kunstgeschichte zu vertiefen und zu erweitern und auch unbekannte Faktoren in diesem Entwicklungsprozess wissenschaftlich zu erschließen und zu dokumentieren.

Sachthemen:

Das Fach umfasst neben der grundlegenden Fundanalyse auch ein breites Spektrum von teilweise Fach übergreifenden Bereichen:
  • Geschichte der materiellen Kultur Chinas in der prähistorischen (ca. 7. Jt. bis 3. Jt. v. Chr.) und der historischen Zeit (2. Jt. v. Chr. bis zum 13. Jh. n. Chr.)
  • Grabkunst Chinas (Malereien, Reliefs und ihre Ikonographie) in der historischen Zeit
  • religiöse Kunst; in erster Linie die buddhistische Kunst; die Kunst anderer Religionen wie des Daoismus, Zoroastrismus, Manichäismus usw. wird mit behandelt
  • chinesische Architektur
  • Technologien (z.B. Transport und Verkehr, Krieg, Textilien)
  • Kulturgeschichte der chinesischen Keramik, Malerei, Textilien
  • Numismatik, Epigraphik, etc.
  • wechselseitige Beeinflussung zwischen China und den Fremden (z.B. die Seidenstraße und die Archäologie der Fremddynastien auf chinesischem Boden)
  • Wissenschaftsgeschichte des Faches

Zielgruppen und berufliche Aussichten:

Das Fach richtet sich an alle, die Interesse an der alten Kultur Chinas haben, und bereit sind, sich einschließlich der sprachlichen Grundlagen intensiv mit den hauptsächlich durch Grabungen zutage geförderten Gegenständen vergangener Zeiten Chinas zu beschäftigen. Absolventen können im Bereich der Wissenschaft, in Museen oder Sammlungen, im Kunsthandel, in Auktionshäusern oder generell im Kulturbereich eine Betätigung finden.

Studienaufbau:

Das Fach Chinesische Kunst und Archäologie kann nur als Nebenfach studiert werden, setzt aber gute und umfassende Kenntnisse der chinesischen Sprache, Geschichte und Kultur voraus. Wenn Sinologie nicht als Hauptfach studiert wird, wird empfohlen, Sinologie als Nebenfach zu nehmen, oder sich die Sprachkenntnisse durch andere Lehrangebote anzueignen.

Das Fach wird vom 3. bis 8. Semester studiert. Es gibt keine Zwischen-, sondern nur eine Abschlussprüfung. Es wird erwartet, dass die Studierenden an Lehrveranstaltungen mit mindestens 6 Semesterwochenstunden teilnehmen.

Vorlesung:

Es wird dringend empfohlen, an der Vorlesung "Einführung in die Archäologie Chinas" teilzunehmen. Die Vorlesung vermittelt ein breites und umfassendes Grundwissen zur chinesischen Archäologie und Kultur und wird in einem Zyklus von drei Semestern (jeweils 1ständig) gehalten. Jeder Zyklus fängt mit dem Neolithikum an und endet mit der Tang-Dynastie. Es werden hier keine Sprachkenntnisse vorausgesetzt und die Vorlesung kann von Studenten aller Semester besucht werden.

Proseminare, Lektüren und Übungen:

In Proseminaren, in Lektüren und Übungen werden Kenntnisse zu den verschiedenen Sachthemen (Link oben) und Methoden vermittelt bzw. vertieft.

Nur Studenten mit mindestens zwei Fachsemestern Chinesisch werden zu Proseminaren zugelassen.

Exkursionen:

Exkursionen sind keine Pflichtveranstaltungen, werden jedoch vom Lehrpersonal in kleinem Rahmen zu aktuellen Ausstellungen über chinesische Archäologie/Kunst organisiert. Exkursionen dienen dem Zweck, das Erlernte im Unterricht durch Beobachtungen vor Ort zu festigen und zu vertiefen.

Hauptseminar:

Studierende müssen drei Proseminare im Fach Chinesische Kunst und Archäologie erfolgreich abschließen, dann dürfen sie an einem Hauptseminar teilnehmen. Ein Hauptseminarschein ist für den Magister-Studiengang notwendig.

Abschlussarbeit:

Studierende, die das Hauptfach Sinologie mit dem Nebenfach Chinesische Kunst und Archäologie kombinieren, können eine Magisterarbeit aus dem archäologischen Themenspektrum verfassen.

Magisterprüfung:

Die halbstündige Magisterprüfung besteht aus einer mündlichen Prüfung von drei Sachthemen und der Prüfung der Lesefähigkeit von chinesischen archäologischen Texten.